Mittenwald

Bericht und Bilder: Wiederaufstellung und Einweihung des Denkmals in Mittenwald am 21.3.2010


Am 21.3.2010 fand in Mittenwald die offizielle Wiederaufstellung des Denkmals statt, welches der Gemeinde Mittenwald Pfingsten 2009 vom Ak Angreifbare Traditionspflege gestiftet wurde.

Nach der Aufstellung Pfingsten 2009 ließ der Mittenwalder Bürgermeister das Denkmal abbauen und erst nach monatelangen internationalen Protesten konnte die Gemeinde bewegt werden, die Schenkung anzunehmen und einen festen Standplatz im Ort zu suchen.

"...habe ich sehr klar gesagt, dass für mich jede »Aussöhnung« zwischen Tätern und Opfern inakzeptabel ist."

Leserbrief von Maurice Cling zum Artikel „Mahnmal: Alte Konflikte brechen erneut auf“ in: merkur-online, 22.03.2010 (siehe Pressespiegel)

Ich habe Ihren Artikel über die Feierstunde in Mittenwald zur Kenntnis genommen. Da Sie sich auf meine Rede beziehen, möchte ich einige Aspekte daraus präzisieren, da ich fürchte, dass ich nicht richtig verstanden worden bin.

Die Rede von Maurice zur Wiederaufstellung des Denkmals in Mittwald 21.3.2010

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,

gestatten Sie mir zunächst all denen zu danken, die sich dafür eingesetzt haben, dass dieses Denkmal aufgestellt werden konnte und die diese bemerkenswerte Feier organisiert haben. Ich bin zutiefst bewegt hier zu sein, 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, noch immer am Leben, wo ich doch in Auschwitz und in Dachau und sogar bis hierher, ein ganzes Jahr in quasi permanenter Angst gelebt habe vor einem Tod, der mir unmittelbar bevorstand und doch so unvorhersehbar war.

Ziehen Sie einen Trennstrich zur Traditionspflege der Täter! - Rede des AK angreifbare Traditionspflege am 21.3.2010

Wir dokumentieren hier die Rede gehalten durch den AK angreifbare Traditionspflege anlässlich der Wiederaufstellung des Denkmals in Mittenwald.

Sehr geehrte Mittenwalderinnen und Mittenwalder,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Hornsteiner,
sehr geehrte Vertreterin der Gemeinde Cortona, Silvia Calvi,
lieber Maurice, lieber Max, liebe Marie-Claude, lieber Ernst,
liebe Freundinnen und Freunde.

Über 65 Jahre sind vergangen, seit Gebirgsjägereinheiten der Wehrmacht in ganz Europa Kriegsverbrechen begingen.

Gespenster sagen niemals tschüss … 8 Jahre Kampagne zu Mittenwald

..was wurde erreicht, wen und was haben wir erreicht, was soll noch erreicht werden ?

Eine Bilanz der acht Jahre währenden Kampagne in Mittenwald, gehalten auf dem Antimilitaristischen Ratschlag am 20.3.2010 in München
[Der ganze text als PDF]

Theatereinlage und Parolenpotpurri

  • Hallo
  • Das Rad nicht völlig neu erfinden ! Zwischenbilanzen

"Bewegender Moment" und "Beinahe-Eklat" | Pressespiegel zur Denkmalseinweihung in Mittenwald 21.3.2010

Mahnmal-Enthüllung: „Aussöhnung inakzeptabel“

Auschwitz- und Dachau-Überlebender Maurice Cling geht mit dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe scharf ins Gericht.

Garmisch-Partenkirchener Tageblatt, merkur-online.de, 31.3.2010

Nach der feierlichen Enthüllung des Mahnmals vor elf Tagen im Geigenbauort (wir berichteten), an der auch der Franzose teilgenommen hatte, möchte er in einer Erklärung einige Punkte klarstellen. „Erstens habe ich sehr klar gesagt, dass für mich jede Aussöhnung zwischen Tätern und Opfern inakzeptabel ist.“

Die Gebirgsjäger, das Nachleben der Vergangenheit in der Gegenwart und der Militarismus heute

**EINLADUNG zur Wiederaufstellung des Denkmals in Mittenwald am 21.3.2010

**AUFRUF zum antifaschistischen und antimilitaristischem RATSCHLAG in München am 20.3.2010

In Mittenwald in Oberbayern finden seit 1952 alljährlich Gedenkfeiern für die in den zwei Weltkriegen gefallenen Gebirgsjäger statt. Seit 2002 organisierte der Arbeitskreis "Angreifbare Traditionspflege" dagegen Proteste. Auf das Konto der SoldatInnen-Truppe, die heute – so Ex-Kriegsminister Struck - "unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt", gehen zahlreiche Kriegsverbrechen und etliche Massaker während der Naziherrschaft in Europa.

12.2.10 | „Man muss sich schon fragen, in welchem Milieu solche menschenunwürdigen Entgleisungen gedeihen können."

Pressemitteilung

Angreifbare Traditionspflege / Neue Folge
AK Keine Ruhe den NS-Tätern

„Man muss sich schon fragen, in welchem Milieu solche menschenunwürdigen Entgleisungen gedeihen können."
(Werner Gropp, Ex-Gebirgsjäger)

Wie man der Presse entnehmen konnte, seien vor allem ehemalige Gebirgsjäger bzw. Gebirgsjäger-Reservisten verantwortlich für die jetzt bekannt gewordenen menschenverachtenden Traditionsrituale in Mittenwald. Das ist wahrlich kein Zufall, sondern die traditionsreiche Form von soldatischen Männerbünden nicht nur in Mittenwald.

Infoabend zur Geschichte der Brannenburger Kaserne am 21.10.2009 in Rosenheim

*Brannenburg* (re) Am Mi 21.10.09 findet in Brannenburg ein Infoabend
zur Geschichte der Brannenburger Kaserne statt. Unter dem Motto
"Karfreit-Kaserne: Verbrechen und Tradition" wird ein
geschichtswissenschaftlicher Vortrag sowohl die Schlacht um Karfreit,
als auch die Verbrechen der Gebirgsjäger im II Weltkrieg thematisieren.
Die Veranstaltung im Brannenburger Gasthof Kürmeier (Dapferstr. 5)
beginnt um 20:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Organisiert wird der
Infoabend von dem Friedensbündnis Rosenheim in Kooperation mit der Petra
Kelly Stiftung.

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