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Aus dem Verfahren gegen Kurt SpielerVerurteilt wegen des Massakers in Marzabotto. Spieler, 1926 geboren, wohnt heute in Wurzen. Kurt Spieler gehörte dem 36. Regiment der 16. Pg-Div. an und war zwischenzeitig zur 2. und 5. Kompanie abkommandiert. Aus der Anklagerede des Staatsanwaltes: „Anscheinend hat Spieler keine Kommandoaufgabe inne gehabt. Aber sein Name ist in den Untersuchungsberichten der Alliierten und in Zeugenaussagen enthalten. Deshalb wird ihm vorgeworfen, für die direkte Durchführung der verbrecherischen Befehle verantwortlich zu sein. Er gehörte eigentlich einer anderer Einheit der Division, dem 36. Regiment, war aber zur 2. Kompanie abkommandiert. Wie auch immer, er war anwesend in Marzabotto, wie die Dokumenten und Aussagen beweisen, in denen er für die Tötung von zwei älteren Menschen und für ein Massaker an einer Gruppe von Personen in einer Kirche verantwortlich gemacht wird.“ Spielers Rolle wird durch die Zeugenaussage des Kriegsgefangenen Kneissel, Angehöriger der 2. Kompanie, erhellt. Kneissel sagt aus zu dem Massaker an etwa 800 Menschen im Gebiet San Martino - La Quercia am 29 und 30. September 1944 durch das Reder-Bataillon. Nur für Spieler und einen weiteren Soldaten, Wulf, war bisher eine Anklage auf der Grundlage der direkten Tötung möglich. Es bestehen keine Zweifel, dass Spieler an den Massakern teilgenommen hat. Die Staatsanwaltschaft sieht seinen Beitrag zu den Taten nicht auf die einfache und vereinzelte Teilnahme an Tötungen unbewaffneter Zivilisten beschränkt. Sie geht davon aus, dass Spieler eine hervorragende Rolle als durchführende Person spielte und andere in ihren kriminellen Handlungen bestärkt hat. Ihm sei der Vorsatz zum Massakers zu unterstellen. Der grausamen und schrecklichen Details der Durchführung müsse er sich bewusst gewesen sein. |
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