Prozess gegen Kriegsverbrecher Scheungraber in München

Seit dem 15.9.08 läuft in München der Prozess gegen den ehemaligen Gebirgsjäger Josef Scheungraber. Der Wehrmachtsoldat ist der Ermordung von 14 Zivilisten im Juni 1944 im italienischen Falzano di Cortona angeklagt.

20 Zeugen und Sachverständige sind zum Prozess geladen. Ende Oktober wurde der Prozess um 12 Verhandlungstage bis zum 19.12.08 verlängert. Die Prozesstermine und Ladungen sind hier aufgelistet: http://www.keine-ruhe.org/node/83 .

Zum Prozessauftakt hatten antifaschistische Initiativen zu einer Kundgebung vor dem Amtsgericht München aufgerufen ( http://www.keine-ruhe.org/node/81 ). Etwa dreißig Menschen unterstützten dort vor Beginn des Prozesses die Forderungen der Angehörigen der Opfer und der Überlebenden nach Entschädigung und forderten die juristische Aufarbeitung der Verbrechen von Wehrmacht und Waffen-SS.


In den vergangenen drei Jahren sind allein in Italien über 20 deutsche Soldaten wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft und Entschädigungszahlungen verurteilt worden. Scheungraber ist bisher der erste, gegen den in der BRD eine Anklage vorliegt.