Presse-Infos

12.2.10 | „Man muss sich schon fragen, in welchem Milieu solche menschenunwürdigen Entgleisungen gedeihen können."

Pressemitteilung

Angreifbare Traditionspflege / Neue Folge
AK Keine Ruhe den NS-Tätern

„Man muss sich schon fragen, in welchem Milieu solche menschenunwürdigen Entgleisungen gedeihen können."
(Werner Gropp, Ex-Gebirgsjäger)

Wie man der Presse entnehmen konnte, seien vor allem ehemalige Gebirgsjäger bzw. Gebirgsjäger-Reservisten verantwortlich für die jetzt bekannt gewordenen menschenverachtenden Traditionsrituale in Mittenwald. Das ist wahrlich kein Zufall, sondern die traditionsreiche Form von soldatischen Männerbünden nicht nur in Mittenwald.

Lebenslänglich für den Gebirgsjäger Josef Scheungraber - Und die Gemeinde Mittenwald verweigert Gedenken an die Opfer

Am Dienstag, 11. August 2008 wurde der ehemalige Gebirgsjäger-Offizier vor dem Landgericht München zu lebenslanger Haft verurteilt.

Scheungraber

Der damalige Kompaniechef eines Gebirgspionierbataillons hatte am 27. Juni 1944 den Befehl zu einem Vergeltungsschlag gegeben. 11 italienische Zivilisten wurden auf sein Geheiß hin in der toskanischen Ortschaft Falzano di Cortona zusammen getrieben und in einem Bauernhaus in die Luft gesprengt. Nur eine Person überlebte das Massaker. Scheungraber bestritt während des gesamten elfmonatigen Prozesses, von dem Massaker gewusst zu haben. Am 11. August 2009 wurde er vor dem Landgericht München wegen zehnfachen Mordes und einem versuchten Mord verurteilt. Die Anwälte Scheungrabers haben gegen das Urteil Revision eingelegt.

Vor und nach dem Prozess fand vor dem Münchener Justizgebäude eine Kundgebung des AK Angreifbare Traditionspflege statt, auf der der Bürgermeister von Cortona und die aus Italien angereisten Vertreterinnen der Nebenklage sprachen. Der AK forderte:

Presseerklärung und Bilder vom 30. Mai 2009 in Mittenwald | Denkmalsenthüllung, Zeitzeugenveranstaltung und Demonstration

Am Pfingstsamstag stellte der Arbeitskreis „Angreifbare Traditionspflege“ auf dem Bahnhofsvorplatz in Mittenwald ein Denkmal für die Opfer von Nazi-Verbrechen auf. An der Feierlichkeit nahmen über 200 Menschen aus verschieden Ländern teil.

Das Denkmal wurde in einem bewegenden Akt von Maurice Cling, Max Tzwangue, Marcella und Enzo de Negri enthüllt. Maurice Cling ist Auschwitzüberlebender, der nach dem Todesmarsch von Dachau von Alliierten in Mittenwald befreit wurde. Max Tzwangue war französischer Widerstandskämpfer. Marcella und Enzo de Negri sind die Kinder des auf der griechischen Insel Kephallonia von Gebirgsjägern ermordeten Hauptmann Cap. Francesco de Negri.

Enthüllung des Denkmals
Maurice Cling und Max Tzwangue enthüllen das Denkmal auf dem Bahnhofsplatz in Mittenwald

Antifaschistische Pfingst-Aktivitäten am Truppenstandort Mittenwald | Ein Denkmal für Opfer von Wehrmachtsverbrechen

Presseinformation -- Mittenwald/ Proteste/ Pfingsten 2009

Nachdem bereits zwei Wochen zuvor Soldaten und Veteranen der Bundeswehr
und der Wehrmacht auf Einladung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe
zum Salut auf den Hohen Brendten zogen, wird Mittenwald am
Pfingstsamstag ganz im Zeichen des antifaschistischen Gedenkens und der
antimilitaristischen Proteste stehen.

Die für die diesjährige Zeltveranstaltung eingeladenen internationalen
Gäste werden bereits am Freitagnachmittag in der Gedenkstätte Dachau
empfangen. Am Samstagvormittag werden der Resistance-Kämpfer Max

28./29. März 09 // Zur Arbeit der deutsch-italienischen Historikerkommission

Die von den Regierungen Italiens und Deutschlands eingesetzte HistorikInnen-Kommission, die das Thema "Staatenimmunität" im Falle von Kriegsverbrechen und "Entschädigungszahlungen" an die Opfer dieser Kriegsverbrechen in den nächsten 3 Jahren wissenschaftlich bearbeiten soll, tagt erstmals an diesem Wochenende in der Villa Vigoni am Comer See. Die Villa Vigoni ist auf Betreiben der Rechtsanwälte von griechischen Opfern deutscher Kriegsverbrechen zum Zwecke der Eintreibung der von italienischen Gerichten zugesprochenen Entschädigung bereits zum Teil gepfändet worden.

AK Distomo | Klage gegen Italien vor dem Internationalen Gerichtshof zurücknehmen!

Presseinformation | Hamburg, 25. März 2008

Keine Staatenimmunität für Nazi-Kriegsverbrechen - NS-Opfer endlich entschädigen!

Am 26. März 2009 hat der Deutsche Bundestag die Chance, das unwürdige Gebaren der Bundesregierung in Gestalt von Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier in der Entschädigungsfrage zu stoppen. An diesem Tag wird die Fraktion Die LINKE einen Antrag einbringen, der die Bundesregierung zur Rücknahme der Klage gegen Italien vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag auffordert. Der Arbeitskreis Distomo begrüßt den Antrag. [Link siehe unten]

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