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Nordhorn, HeinrichSeptember 08 // Urteil gegen Heinrich Nordhorn in letzter InstanzMitte September 2008 wurde das Urteil gegen Heinrich Nordhorn in letzter Instanz vom Kassationsgericht in Rom bestätigt. Die Richter befanden ihn für schuldig, 1944 die Ermordung von zehn Menschen in Branzolino und San Tome befohlen und mit ausgeführt zu haben. Die Grevener Zeitung berichtet, das nun auch in der BRD gegen den Kriegsverbrecher ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei. Ob es zur Anklageerhebung kommt, sei allerdings unklar. Besuch bei Heinrich Nordhorn am 1.12.07An zentral gelegener Stelle fand in Greven am 1.12.07 zum bundesweiten Aktionstag gegen NS-Kriegsverbrecher eine Kundgebung statt, die mit Hilfe von Transparenten ("Die Mörder sind unter uns - NS-Täter bestrafen!"), Flugblättern und Lautsprecher einen "Erregungskorridor" schuf, durch den die Fußgängerzone betreten und verlassen werden musste.
Der nette Opa von nebenan? - Flugblatt zum Aktionstag bei Heinrich NordhornKriegsverbrecher Heinrich Nordhorn, verurteilt für die Hinrichtung von 10 Menschen in Norditalien. Wer ist Heinrich Nordhorn?Am 3. November 2006 verurteilte das Militärgericht im italienischen La Spezia den Grevener Bauunternehmer Heinrich Nordhorn zu lebenslanger Haft und Schadensersatzzahlungen in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Gegen ihn wurde wegen der Ermordung von 10 Zivilisten und Gefangenen in Italien verhandelt, die er als Offizier der Wehrmacht zu verantworten hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Dortmund führt inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann und prüft, ob auch in der Bundesrepublik eine Anklage wegen Mordes gegen Nordhorn erhoben werden kann. Symbolisches Urteil - taz vom 6.11.06
Kriegsverbrecher Heinrich Nordhorn wird von einem italienischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilttaz, 06.11.2006
62 Jahre sind vergangen, seit Heinrich Nordhorn in Oberitalien an der Erhängung von zehn italienischen Gefängnisinsassen beteiligt war: Es war ein Kriegsverbrechen. Das Militärgericht von La Spezia verurteilte den 86-Jährigen am späten Freitagabend in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haft. Ein Symbol und ein Hauch von Genugtuung für die Hinterbliebenen des Massakers. Nach Kriegsende lebte der Bauunternehmer Nordhorn im münsterländischen Greven. Er galt als "unbescholtener Bürger" und saß sogar für die CDU im Warendorfer Kreistag. Vor zwei Jahren begann die Dortmunder Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen gegen Nordhorn. Entscheidend für die deutsche Justiz sei, ob "eine besondere Grausamkeit der Verbrechen" vorgelegen habe. Dann müsse er die Strafe antreten, sagte der Sprecher der Zentralstelle für NS-Verbrechen bei der Staatsanwaltschaft, Christoph Göke, am Freitag. Ferner müsse über die Haftfähigkeit des 87-Jährigen entschieden werden. Der Rentner wird vermutlich verschont bleiben. "Deutschland liefert verurteilte Personen nicht an andere Länder aus", sagt der Kölner Judaistik-Professor Carlo Gentile. Probleme könne es allenfalls geben, wenn Nordhorn ins Ausland reise und an der Grenze festgenommen werde, so Gentile. Doch bei einem 87-Jährigen dürften sich die Reiseaktivitäten in Grenzen halten. |