Aktionen

25.1.09 // Symbolische Pfändung der Neuen Wache in Berlin - Entschädigung von NS-Opfern jetzt!

Protest vor der Neuen Wache in Berlin
Am 25. Januar 2009 wurde die Neue Wache in Berlin symbolisch gepfändet. Etwa 30 AktivistInnen unterstützten mit der Aktion die aktuellen Forderungen der Opfer und Hinterbliebenen von NS-Massakern in Italien und Griechenland nach Entschädigung. Wir dokumentieren die Pressemitteilung und Bilder der Aktion:

Video zur Aktion an der Neuen Wache in Berlin am 25.1.09

Am 25. Januar 2008 protestierte die Gruppe "Angreifbare Tradtionspflege" vor der Neuen Wache in Berlin für die unverzügliche Entschädigung aller NS-Opfer, denen die bundesdeutsche Regierung Zahlungen bislang verweigert.
Ein Video von "Entschädigung jetzt" auf dailymotion.com:

Das schwarz-braune Schattenreich des Gebirgsjägerkameraden Josef Scheungraber

Flugblatt verteilt zum Prozess am 7.10.
Freie Assoziation Arbeitskreis Angreifbare Traditionspflege

Seit Mitte September findet vor dem Landgericht München der Mordprozess gegen den Gebirgsjäger Josef Scheungraber statt. Er ist Mitglied des „Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V.“ und Träger von dessen „Goldener Ehrennadel“. Scheungraber ist angeklagt, im Sommer 1944 als Kompanieführer eines Gebirgs-Pionier-Bataillons die Ermordung der in dem italienischen Dorf Falzano di Cortona (bei Arezzo) lebenden

Kundgebung zum Prozess gegen Josef Scheungraber in München am 15.9.08

Dortmund, Wuppertal, Hamburg, Bremen, Göttingen, Berlin, München, den 8. September 2008

Pressemitteilung des Arbeitskreises Angreifbare Traditionspflege

Zum Beginn der Hauptverhandlung gegen Josef Scheungraber, ehemaliger Wehrmachtsleutnant, Mitglied des Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V. und Träger von dessen "Goldener Ehrennadel", veranstaltet der AK Angreifbare Traditionspflege am 15. September 2008 um 8 Uhr eine Kundgebung vor dem Landgericht München.

Bericht von der Kundgebung in Bad Harzburg am 16.8.08

Zwei Tage vor dem Jahrestag der Erschiessungen, für die Hans Dietrich Michelsen verurteilt wurde, fand in seinem Wohnort, der niedersächsischen Kurstadt Bad Harzburg eine Kundgebung statt:

"Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern - Entschädigung der Opfer" war die Forderung der rund 30 Menschen, die in der Innenstadt und vor dem Haus Michelsens mit Flugblättern und Redebeiträgen über die Verurteilung in Italien und die Forderungen der Angehörigen der Opfer nach Entschädigung informierten.

Keine Ruhe für NS-Täter! Entschädigung der Opfer! Aufruf zur Kundgebung in Bad Harzburg am 16.8.2008


Der ehemalige Offizier der Wehrmacht, Hans Dietrich Michelsen aus Bad Harzburg, befahl 1944 die Erschießung von vier italienischen Bauern in dem Dorf Grotta di Maona. 64 Jahre nach der Tat - im Februar diesen Jahres - wurde er dafür von einem italienischen Militärgericht verurteilt. Dennoch lebt Michelsen unbehelligt als „netter Opa von Nebenan“ in Bad Harzburg - ein Verfahren in Deutschland gegen ihn gibt es nicht.

In Italien verurteilt...

Traditionsfeier beenden! Berichte vom Protest gegen das Soldaten-Treffen in Mittenwald 2008

Am 3. und 4. Mai 2008 kamen in Mittenwald erneut alte und junge Kameraden der Gebirgsjägerdivision zusammen, um die mörderische Militär-Tradition zu feiern. In der Vergangenheit haben sich immer auch ausgewiesene NS-Kriegsverbrecher, wie der jetzt angeklagte Josef Scheungraber, an der Feier beteiligt. Statt wie im letzten Jahr 1.500 kamen diesmal lediglich 500 Wehrmachts- und Bundeswehrsoldaten mit ihren Angehörigen nach Mittenwald. Sie waren an den zwei Tagen mit Protesten konfrontiert, der kleine Ort selbst glich wieder einmal einer Polizeikaserne. Am Samstag demonstrierten rund 150 Menschen gegen das Treffen. Am Sonntag misslang den Brendten-GegnerInnen der Versuch, die Bergfeier durch den Wald zu erreichen. Nach einem ausserplanmäßigen Halt des Regionalzuges nach Mittenwald am Sonntag morgen versuchten 60 Menschen den Aufstieg zum Soldatentreffen. Auch wenn Ihnen nicht der vorzeitige Abbruch der Veranstaltung gelang, war angesichts der aufgeregten Polizeibewegungen und des überm Berg kreisenden Hubschraubers keine Traditionspflege mehr möglich.

Einige Berichte, Fotos und Pressemeldungen zu den Protesten finden sich bei Indymedia: http://de.indymedia.org/2008/05/215772.shtml

...geben wir ihnen den Rest! Gegen das Traditionstreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald am 3. und 4. Mai 2008!

„Berg frei!“ werden wir am 3. und 4. Mai 2008 wieder alten und jungen Gebirgsjägern in Mittenwald entgegen rufen. „Berg frei!“ ist nicht als Gruß unter Wanderern gemeint, es heißt kurz und schlicht: „Haut ab! Nie wieder Gebirgsjäger in Mittenwald!“ Über 50 Jahre lang treffen sich jährlich zu Pfingsten einige tausend aktive und ehemalige Gebirgsjäger aus Bundeswehr und Wehrmacht. Dieses Jahr ist alles etwas anders, denn der Kameradenkreis musste das Gebirgstreffen auf Anfang Mai verlegen. Aufgrund der Proteste gegen die Mörder unterm Hakenkreuz blieben zu Pfingsten die Touristen im oberbayerischen Mittenwald aus.

Wir rufen auch in diesem Jahr wieder zu Protesten gegen das Traditionstreffen in Mittenwald auf. Kommt am 3. und 4. Mai 2008 und „Geben wir ihnen den Rest! Nie wieder Gebirgsjäger in Mittenwald!“

Berichte vom Aktionstag am 1. Dezember 2007

In zwölf Städten fanden zum Aktionstag am Samstag 1.12.2007 Kundgebungen und Aktionen gegen NS-Kriegsverbrecher statt.

Berichte und Fotos zu den Aktionen finden sich hier:

>>> http://keine-ruhe.org/taxonomy/term/22 <<<

Aufruf: http://keine-ruhe.org/aufruf07

Pressemitteilung: http://keine-ruhe.org/node/46

junge welt 3.12.07 // Mörder zu Hause aufgesucht

In Italien verurteilte NS-Verbrecher leben unbehelligt in Deutschland
Von Andreas Grünwald

Mit einem Aktionstag unter dem Motto »Die Mörder sind unter uns!« haben Antifa-Initiativen am Samstag darauf verwiesen, daß in Italien zu lebenslanger Haft verurteilte Kriegsverbrecher sowohl in Deutschland als auch in Österreich auf freiem Fuß leben. In zwölf Städten zogen die Antifaschisten vor die Wohnhäuser der ehemaligen SS- und Wehrmachtsoffiziere. Sie waren von italienischen Gerichten zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil sie im Jahre 1944 an Massakern in Marzabotto, Sant'Anna di Stazzema oder Civitella beteiligt waren. Die deutschen und österreichischen Justizbehörden weigern sich jedoch, die Mörder auszuliefern oder die Urteile zu vollstrecken.

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