Die juristischen Verfahren

Anklagen gegen NS-Kriegsverbrecher Scheungraber und Boere

April 2008 - Gegen zwei im Ausland verurteilte NS-Kriegsverbrecher ist in den vergangegenen Wochen Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft München hat Anfang März gegen ein honoriges Mitglied des Traditionsverbandes der Gebirghsjäger, Josef Scheungraber aus Ottobrunn, Anklage erhoben. Mitte April erging zudem eine Anklageschrift an den in Holland verurteilten SS-Mörder Heinrich Boere. Die Dortmunder Staatsanwaltschaft führt gegen ihn ein Verfahren wegen Mordes in drei Fällen. >>>

5.3.08: Gebirgsjäger Scheunengraber vor Gericht! Pressemitteilung des AK angreifbare Traditionspflege

Der AK Angreifbare Traditionspflege begrüßt in seiner Pressemitteilung dass die Münchener Staatsanwaltschaft gegen ein Mitglied des „Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V.“ wegen eines Kriegsverbrechens vorgeht. „Da sich gerade die Münchener Staatsanwaltschaft in derartigen Fällen nicht gerade durch überbordenden Verfolgungseifer hervorgetan hat, wird der Arbeitskreis das weitere Vorgehen intensiv beobachten und begleiten“, so der Kontext der Erklärung. >>>

Februar 2008: Michael Seifert an Italien ausgeliefert

Nach einer langen juristischen Prozedur hat Kanada jetzt doch den Kriegsverbrecher Michael Seifert, 84 Jahre alt, geboren in der Ukraine, 2002 in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt, an die italienische Justiz ausgeliefert. "Mischa" Seifert wird als Schlächter von Bozen bezeichnet. Er hat sich diesen Namen durch besondere Grausamkeiten und Morde, die er an den Gefangenen in den Konzentrations- und Deportationslagern Fossoli und Bozen 1944-1945 begangen hat, erworben. Seifert lebte seit 1951 in Kanada, er hat mit allen Mitteln versucht, seine Auslieferung zu verhindern.

Verbrechen von Sant'Anna - Haftbefehle gegen Ex-SS-Männer beantragt (FR 26.6.07)

Die Überlebenden von Sant'Anna di Stazzema leiden an
einer unendlichen Geschichte. Es ist die Geschichte
eines Verbrechens, das am 12. August 1944 das
toskanische Bergdorf zerstörte, ihnen Großeltern,
Mütter, Väter und Geschwister nahm und sich deshalb
unauslöschlich in ihr Gedächtnis eingegraben hat. Es
ist auch die Geschichte eines Schweigens, das die
Täter, Angehörige der Waffen-SS, jahrzehntelang vor
Strafverfolgung schützte. Und selbst nach den
Schuldsprüchen italienischer Richter 2005 und 2006
nahm diese Geschichte kein Ende. Denn keiner der zu

Haftbefehl für einen Reuigen - taz, 29.6.07

Werner B. war beim SS-Massaker im Bergdorf St Anna dabei. Nun fordert die italienische Justiz die Auslieferung

Der europäische Haftbefehl gegen Werner B. ist den deutschen Behörden zugestellt. Der ehemalige SS-Unteroffizier lebt in Reinbek bei Hamburg. Der Militärstaatsanwalt von La Spezia, Marco De Paolis, hat die Auslieferung beantragt. Bereits seit November 2006 sind die Haftstrafen in Italien gegen Werner B. und zwei weitere frühere SS-Angehörige wegen dem Massaker in St Anna di Stazzema rechtskräftig.

Urteil im Marzabotto-Prozess: "Nicht nur symbolisch" - Prozessbeobachtung in La Spezia

Am 13. Januar 2007 endete der Marzabotto-Prozess vor dem Militärtribunal in La Spezia mit der Verurteilung von neun deutschen und einem österreichischen ehemaligen Soldaten der 16. SS-Panzergrenadier-Division Reichsführer SS zu lebenslänglicher Haft wegen mehrfachen Mordes an ZivilistInnen.

22.11.06 // Verurteilung wegen des SS-Massakers von Sant'Anna di Stazzema bestätigt

Bereits am ersten Verhandlungstermin über die Revision im italienischen Sant'Anna-Verfahren wurde gestern das Urteil des Militärgerichts von La Spezia durch das zuständige Militärgericht in Rom bestätigt. Zehn angeklagte ehemalige SS-Angehörige waren vom 22. Juni 2005 zu lebenslanger Haft verurteilt worden: schuldig für den Mord an 560 Zivilisten in Sant'Anna di Stazzema am 12. August 1944.

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