Milde, Max

Kassationshof entscheidet: Deutschland muss NS-Opfer entschädigen. Arbeitskreis Distomo begrüßt das italienische Urteil

Ak Distomo :: Pressemitteilung :: 27. Oktober 2008 :: Pressemitteilung (PDF)

Am 20. Oktober 2008 gab der Kassationshof in Rom (der oberste
Gerichtshof Italiens) seine Entscheidung bekannt, der zufolge
Deutschland italienische NS-Opfer entschädigen muss.

Das Militärgericht von La Spezia hatte im Oktober 2006 den ehemaligen
SS-Angehörigen Max Milde aus Bremen in einem Strafverfahren wegen der
Beteiligung an dem Massaker von Civitella zu lebenslanger Haft

21.10.08 // BRD muss Entschädigung für Nazi-Massaker zahlen - Entscheidung des Kassationsgericht in Rom

Am Dienstag, 21.10.08 hat das Kassationsgericht in Rom die Urteile bestätigt, nach denen die BRD Entschädigung an die Opfer des Massakers in Civitella 1944 zu zahlen hat. Der in Bremen lebende Ex-Wehrmachtsoldat Max Josef Milde war an dem Massaker beteiligt. Er wurde im Oktober 2006 in Abwesenheit von einem italienischen Militärgericht verurteilt - ein Verfahren gegen ihn in Deutschland ist derzeit nicht in Sicht. Am 1.12.07 demonstrierten etwa 100 Menschen in Bremen gegen die Straflosigkeit der NS-Kriegsverbrecher (Bericht und Infos: http://www.keine-ruhe.org/node/53 ). Einige Presseberichte zum Urteil vom 21.10.08:

12.12.07 // Pressemitteilung des Arbeitskreises „Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern“

Am 1.12.2007 hat der Arbeitskreis im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern“ zusammen mit 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten vor dem Haus des in Italien wegen Kriegsverbrechen verurteilten ehemaligen Wehrmachtssoldaten Max Josef Milde eine Kundgebung abgehalten. Diese Aktion hat in den Medien eine breites Echo ausgelöst. Dabei wurden sowohl von der Anwältin Mildes, Barbara Kopp, als auch von dem bei Buten un Binnen interviewten Historiker Stefan Klemp Behauptungen aufgestellt, die wir nicht unwidersprochen stehen lassen wollen.

Netter Opa von nebenan? - Flugblatttext zur Aktion am 1.12. in Bremen

Schluss mit dem Schutz für NS-Täter

Heute, am 1.12.2007, findet ein bundesweiter Aktionstag „Keine Ruhe den NS-Kriegsverbrechern“ statt. Ziel ist, die in Italien wegen Kriegsverbrechen verurteilte ehemalige Wehrmachtssoldaten auch hier zur Verantwortung zu ziehen. Mehr als 60 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen. Die meisten von Wehrmachtssoldaten und SS-Angehörigen begangenen Verbrechen wurden bis heute nicht gesühnt. Die Täter selbst blieben in den meisten Fällen unbehelligt und haben in der Regel das Image des „netten Opas von nebenan.“

Aktion gegen NS-Kriegsverbrecher in Bremen - Max Milde

Im Rahmen des Aktionstages“ NS-Verbrecher zur Verantwortung ziehen“ fanden heute, am 1.12.2007, Aktionen in insgesamt 12 Städten in der BRD und Östereich statt.
In Bremen war diese Aktion eine Kundgebung im Steintorviertel. Etwa 100 Antifaschistinnen und Antifaschisten zogen vor das Haus des verurteilten NS-Kriegsverbrechers Max Josef Milde (Lübecker Strasse 9). Milde wurde im Oktober 2006 von einem Militärgericht im italienischen La Spezia wegen Beteiligung an der Ermordung von 59 Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Kriegsverbrecher Max Milde aus Bremen

Max Josef Milde wurde am 20. 11. 1922 in Niederhermsdorf geboren, er ist ehemaliger Unteroffizier der Wehrmacht , Mitglied im Musikkorps und später der Feldgendarmerie der Fallschirm-Panzer-Division Hermann Göring, einer Elitedivision der Luftwaffe.

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