Mittenwald

Max Tzwangue - Kurzbiographie

Tzwangue_Denkmal
Max Tzwangue am neuaufgestellten Denkmal in Mittenwald, März 2010

Max Tzwangue, Jahrgang 1925, organisierte sich zunächst 1942 in der Union des Jeunes Juifs, ab 1943 war er Mitglied der Stadtguerilla-Einheiten der kommunistisch orientierten FTP-MOI in Lyon und Grenoble und kämpfte bis zur Befreiung im Maquis Perigord. In Grenoble kämpfte er

Mittenwald Mobilisierungs-Website

In den drei vergangenen Jahren ist dies der dritte Umzug der Mittenwald-Mobilisierungs-Seite. Ihr findet in den kommenden Wochen hier auf der Seite keine-ruhe.org/mittenwald die aktuellen Infos und Daten zum Protest am 30. Mai 2009. Wenn ihr selber Termine, Texte oder Ankündigungen habt, schickt sie an keine.ruhe[at]gmx.net. Ansonsten ist die Mittenwald-Kampagne wie bisher unter verschiedenen Adressen zu erreichen. Diese und die Aufrufe und Berichte der zurückliegenden Proteste findet ihr auf den alten Mobilisierungsseiten:
Bis 2007: http://www.nadir.org/nadir/kampagnen/mittenwald/
2008: http://mittenwald.blogsport.de/

Spendet für die Mittenwald-Kampagne!

Wir benötigen dringend Geld, um die Zeitzeugen-Veranstaltung, die Aktionen und Mobilisierung realisieren zu können! Fahrkosten, Reisekosten und Unterkunft der Zeitzeugen, Mobilisierung und viel mehr muss in diesem Jahr finanziert werden.
Deshalb gibt es ein Spendenkonto auf das solidarische Spenden in jeder Größenordnung überwiesen werden können. Hier die Daten:

Ökumenisches Büro,
Stadtsparkasse München,
Ktnr. 56 17 62 58,
BLZ 70150000,
Stichwort „Mittenwald“

Pfingsten 2009: Auf nach Mittenwald! Die militaristische Traditionspflege der Gebirgsjäger angreifen!

Mittenwald

Entschädigung aller NS-Opfer! Keine Straffreiheit für Kriegsverbrecher!

An Pfingstsamstag, den 30. Mai 2009 wird es in Mittenwald eine Zeitzeugenveranstaltung und eine Demonstration geben. Weitere Infos findet ihr

Im Mittelpunkt werden gemeinsam mit Überlebenden die Erinnerung an die NS-Opfer und die Verbrechen der Täter stehen. Wir wollen damit in diesem Jahr den Teil der Kampagne abschließen, der sich gegen die Brendtenfeier und die Vertuschung der Verbrechen richtet. Dafür haben wir bewusst den Pfingstermin ausgewählt, obwohl die Traditionsfeier in diesem Jahr vorverlegt wurde:
Mit einem Denkmal für die Bevölkerung Mittenwalds werden wir einen „Stein des Anstoßes“ im Ort der Täter schaffen, in dem sich das Gedenken an die Opfer deutscher Kriegsverbrechen und deren Forderung nach Entschädigung manifestiert.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Horrido! Schluss mit dem Gebirgsjägertreffen in Mittenwald! | Die Proteste 2002 bis 2009

Jedes zu Pfingsten treffen sich in Mittenwald ehemalige und aktive Bundeswehrsoldaten sowie deren SympathisantInnen zu ihrem Traditionstreffen. Bei der Traditionspflege der Gebirgstruppen werden die Kriegsverbrechen im Rahmen des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges unter den Tisch gekehrt. Unter dem Deckmantel der “Bandenbekämpfung”, als “Vergeltungsmaßnahmen” für (angebliche oder tatsächliche) Widerstandsaktionen der Zivilbevölkerung und der PartisanInnen, verübten Einheiten der Gebirgsjäger über 50 Massaker in Griechenland, Italien, Frankreich, Finnland, Jugoslawien, Polen, Albanien und in der Sowjetunion. Im nordgriechischen Dorf Kommeno ermordeten sie 317 ZivilistInnen und auf Kephallonia, einer Insel bei Korfu, metzelten sie über 5000 entwaffnete italienische Soldaten nieder.

Traditionsfeier beenden! Berichte vom Protest gegen das Soldaten-Treffen in Mittenwald 2008

Am 3. und 4. Mai 2008 kamen in Mittenwald erneut alte und junge Kameraden der Gebirgsjägerdivision zusammen, um die mörderische Militär-Tradition zu feiern. In der Vergangenheit haben sich immer auch ausgewiesene NS-Kriegsverbrecher, wie der jetzt angeklagte Josef Scheungraber, an der Feier beteiligt. Statt wie im letzten Jahr 1.500 kamen diesmal lediglich 500 Wehrmachts- und Bundeswehrsoldaten mit ihren Angehörigen nach Mittenwald. Sie waren an den zwei Tagen mit Protesten konfrontiert, der kleine Ort selbst glich wieder einmal einer Polizeikaserne. Am Samstag demonstrierten rund 150 Menschen gegen das Treffen. Am Sonntag misslang den Brendten-GegnerInnen der Versuch, die Bergfeier durch den Wald zu erreichen. Nach einem ausserplanmäßigen Halt des Regionalzuges nach Mittenwald am Sonntag morgen versuchten 60 Menschen den Aufstieg zum Soldatentreffen. Auch wenn Ihnen nicht der vorzeitige Abbruch der Veranstaltung gelang, war angesichts der aufgeregten Polizeibewegungen und des überm Berg kreisenden Hubschraubers keine Traditionspflege mehr möglich.

Einige Berichte, Fotos und Pressemeldungen zu den Protesten finden sich bei Indymedia: http://de.indymedia.org/2008/05/215772.shtml

5.3.08: Gebirgsjäger Scheunengraber vor Gericht! Pressemitteilung des AK angreifbare Traditionspflege

Der AK Angreifbare Traditionspflege begrüßt in seiner Pressemitteilung dass die Münchener Staatsanwaltschaft gegen ein Mitglied des „Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V.“ wegen eines Kriegsverbrechens vorgeht. „Da sich gerade die Münchener Staatsanwaltschaft in derartigen Fällen nicht gerade durch überbordenden Verfolgungseifer hervorgetan hat, wird der Arbeitskreis das weitere Vorgehen intensiv beobachten und begleiten“, so der Kontext der Erklärung. >>>

...geben wir ihnen den Rest! Gegen das Traditionstreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald am 3. und 4. Mai 2008!

„Berg frei!“ werden wir am 3. und 4. Mai 2008 wieder alten und jungen Gebirgsjägern in Mittenwald entgegen rufen. „Berg frei!“ ist nicht als Gruß unter Wanderern gemeint, es heißt kurz und schlicht: „Haut ab! Nie wieder Gebirgsjäger in Mittenwald!“ Über 50 Jahre lang treffen sich jährlich zu Pfingsten einige tausend aktive und ehemalige Gebirgsjäger aus Bundeswehr und Wehrmacht. Dieses Jahr ist alles etwas anders, denn der Kameradenkreis musste das Gebirgstreffen auf Anfang Mai verlegen. Aufgrund der Proteste gegen die Mörder unterm Hakenkreuz blieben zu Pfingsten die Touristen im oberbayerischen Mittenwald aus.

Wir rufen auch in diesem Jahr wieder zu Protesten gegen das Traditionstreffen in Mittenwald auf. Kommt am 3. und 4. Mai 2008 und „Geben wir ihnen den Rest! Nie wieder Gebirgsjäger in Mittenwald!“

Mein Opa ist Kriegsverbrecher und wohnt in Mittenwald (2002)

Erste Szene

Am 18. Mai 2002 gab es in dem Nahe der österreichischen Grenze gelegenen Ort Mittenwald eine ungewöhnliche Konfrontation: Nach Presseangaben besuchten dort 56 Autonome aus Köln in der Kneipe Postkeller das fünfzig lange Jahre ungestörte Kameradschaftstreffen der Gebirgsjäger. Ohne größere Behinderungen gelangten sie über eine Treppe und in einem kommunistischen Sinne vorbei an einem Eintrittstisch in den mit ca. 200 Gebirgsjägern, Bundeswehrsoldaten und ihren Angehörigen voll besetzten Kneipensaal. Sie positionierten sich dicht in einen lang gezogenen Pulk gedrängt ungefähr in der Mitte des Saales und sorgten mit der an die Tanzkappelle gerichteten Aufforderung: "Hey, du machst jetzt mal die Musik aus!" für einen kurzen Ruhemoment.

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